9. Runde BMM 2018-19 1. Mannschaft

10.04.2019
Die längste Anreise der Saison führte am letzten Spieltag zur TSG Fredersdorf ganz in den Osten Berlins in die Nähe von Strausberg. Spielort war das 4-Sterne-Hotel Flora. Nachdem Wildau‘s Erste schon aufgestiegen war, hielt man einen Sieg gegen den Tabellenletzten für normal, aber so einfach war das nicht. Die Luft war einfach raus.

Matthias Nabel hatte am Spitzenbrett schnell Druck auf einen schwachen Bauern, doch irgendwie tauschte sich alles ab und bei noch leicht besserer Stellung für den Wildauer folgte ein Remisangebot vom Fredersdorfer, dass nach kurzem Zögern akzeptiert wurde.

Auch an Brett 2 kam dann die Remisofferte und da Andreas Kuckel sogar minimal schlechter stand wurden auch hier die Punkte geteilt.

Ähnlich bei Randy Fechner, der angesichts des langen Heimwegs schnell nach Hause wollte und friedlich blieb.

Christian Gronau dagegen stand lange auf Gewinn. Allerdings unterlief ihm ein folgenschwerer Fehler und die Stellung war dann ausgeglichen.

Das vierte Unentschieden.

Peter Trappmann hingegen stand nur am Anfang etwas komisch. Schnell hatte er eine Mattstellung auf dem Brett. Allerdings machte der – geschätzt – 14 Jährige Fredersdorfer keinerlei Anstalten aufzugeben. Da entschloss sich Peter seinem Gegner zu zeigen wie ein äußerst seltenes, komplizierte Endspiel funktioniert. Er opferte alle Figuren und behielt nur Springer und Läufer gegen den nackten König. Damit setzte er Matt! Einige Fredersdorfer waren zwar etwas sauer, weil die Spielweise als Demütigung empfunden wurde. Man hätte es vielleicht nicht so machen müssen, andererseits wäre eine Aufgabe der Partie in völlig aussichtsloser Stellung auch normal gewesen. Sei es drum, Sieg für Wildau.

Stephan Schiller stand hingegen von Anfang an schlecht. Im Mittelspiel befreite er sich zwar etwas. Letztlich konnte er dann einen Freibauern doch nicht aufhalten und verlor.

Dann war noch die Partie von Detlef Schröder. Der ist zur Zeit in einer bestechenden Form. Er brachte einen Springer in eine ausweglose Situation. Dem Gegner blieb nichts anderes übrig als zwei Leichtfiguren für einen Turm zu geben. Als dann auch noch ein Turm mit Hilfe eines Schachs fiel, kapitulierte der Fredersdorfer endlich. Vierter Sieg in Folge für Detlef.

Zum Ende blieb noch die Partie von Werner Kujawa. Bis zum Schluss blieb die Stellung unklar. Leider schrieb der Werner zuletzt nicht mehr mit, nachdem sein Gegner die 5-Minuten-Marke unterschritten hatte. Er hätte es aber laut Regelwerk tun müssen, was auch der Schiri mehrmals monierte. Werner fühlte sich aber Im Recht und gab dann verärgert und entnervt auf obwohl das die Stellung gar nicht her gab.

So war das Gesamtresultat dann ein 4:4.

Auch wenn das letzte Match der Wildauer etwas unglücklich endete, war die Saison trotzdem ein voller Erfolg. Kein einziges Match wurde verloren und als Sieger der Gruppe steigt Wildau in die 1. Stadtklasse auf! Und das sich der Motor Wildau mit einigen viel versprechenden Zugängen verstärken konnte, ist man guter Hoffnung in der nächsten Saison die Klasse zu halten!